TRANSITIONEN & DIGITALISIERUNG
Aus Alt wird Neu. Ohne den Betrieb anzuhalten.
Neue Technologien, neue Schnittstellen und neue Architekturen verändern gewachsene OSS/BSS-Landschaften. Gleichzeitig müssen bestehende Prozesse weiterlaufen, Kunden bedient und Partner angebunden bleiben.
holos supply begleitet Transitionen deshalb strukturiert, iterativ und im laufenden Betrieb – von der Analyse bestehender Fähigkeiten über die Zielarchitektur bis zur schrittweisen Ablösung historischer Systeme.
Transformation ist für uns kein Cutover-Termin, sondern ein kontrollierter Übergang.
VERÄNDERUNG IM LAUFENDEN BETRIEB
Neue Technologie allein macht noch keine moderne Systemlandschaft.
Gewachsene Plattformen enthalten über Jahre entstandene Prozesse, Datenmodelle, Schnittstellen und Abhängigkeiten. Viele davon sind geschäftskritisch. Eine Modernisierung kann deshalb selten bei null beginnen.
Neue und bestehende Welt müssen über einen längeren Zeitraum gleichzeitig funktionieren. Daten müssen konsistent bleiben, Prozesse dürfen nicht abbrechen und Partner sollen von der technischen Transformation möglichst wenig bemerken.
Historische Abhängigkeiten
Fachlogik, Daten und Integrationen sind in gewachsenen Systemlandschaften häufig enger miteinander verbunden, als es auf den ersten Blick erscheint. Eine Transition muss diese Abhängigkeiten sichtbar machen, bevor sie gezielt aufgelöst werden können.
Parallelbetrieb
Alte und neue Plattform müssen während einer Transition zuverlässig koexistieren. Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten werden schrittweise verlagert, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.
Neue Architekturprinzipien
APIs, Events, Cloud-Native-Technologien und klar geschnittene Domänen verändern nicht nur die technische Plattform. Sie verändern auch Verantwortlichkeiten, Datenflüsse und die Art, wie Systeme miteinander zusammenarbeiten.
AI Readiness
KI-Assistenten und Agenten entfalten ihren Nutzen erst, wenn Daten, Schnittstellen und Systemfähigkeiten strukturiert und zuverlässig zugänglich sind. Deshalb beginnt AI Readiness für uns bei der Architektur und nicht beim Assistenten.
TRANSITION STATT BIG BANG
Schritt für Schritt in die neue Welt.
Wir zerlegen Transformation nicht entlang historisch gewachsener Anwendungen, sondern entlang von Fähigkeiten, Prozessen und Abhängigkeiten. So können einzelne Teile kontrolliert in die neue Architektur überführt werden, während die bestehende Plattform weiterarbeitet.
Das reduziert Risiken, verkürzt Feedbackzyklen und macht Fortschritt früh sichtbar. Statt eines einzigen großen Cutovers entsteht ein Übergang, der sich fachlich und technisch kontinuierlich überprüfen lässt.
01
Verstehen
Prozesse und Abhängigkeiten verstehen
Bestehende Systeme, Datenflüsse, Schnittstellen und fachliche Verantwortlichkeiten werden transparent gemacht. Nur wenn klar ist, was heute tatsächlich zusammenhängt, lässt sich sinnvoll entscheiden, was getrennt oder modernisiert werden kann.
02
Fähigkeiten schneiden
Fähigkeiten statt Anwendungen betrachten
Business Capabilities helfen dabei, fachliche Verantwortlichkeiten von historisch gewachsenen Systemgrenzen zu lösen. So entstehen klarere Domänen und kleinere, gezielt modernisierbare Einheiten.
03
Zielbild definieren
Eine tragfähige Zielarchitektur entwickeln
Domänen, APIs, Datenverantwortung, Integrationsmuster und technologische Leitplanken werden so definiert, dass sie nicht nur zum Zielbild passen, sondern auch einen realistischen Übergang aus der bestehenden Landschaft ermöglichen.
04
Schrittweise migrieren
Verantwortung kontrolliert verlagern
Neue Services und Plattformbestandteile übernehmen schrittweise definierte Fähigkeiten. Routing, Parallelbetrieb, Feature-Steuerung und kontrollierte Migration sorgen dafür, dass neue und alte Welt während der Transition zuverlässig zusammenarbeiten.
05
Lernen und weiterentwickeln
Erkenntnisse in die nächste Iteration übernehmen
Ergebnisse werden kontinuierlich überprüft. Technische und fachliche Erkenntnisse fließen direkt in die nächsten Schritte ein – statt erst am Ende eines mehrjährigen Transformationsprogramms sichtbar zu werden.
Wo sinnvoll, arbeiten wir mit experimentorientierten Ansätzen wie Popcorn Flow: kleine, überprüfbare Veränderungen statt großer Transformationspakete mit spätem Feedback.
CONTROLLED MIGRATION
Alte und neue Welt gezielt miteinander verbinden
Während einer Transition entscheidet nicht nur die Zielarchitektur über den Erfolg. Entscheidend ist auch, wie der Weg dorthin technisch beherrscht wird. Neue Komponenten müssen Verantwortung übernehmen können, ohne bestehende Prozesse abrupt abzuschalten.
Dafür setzen wir auf Migrationsmuster, mit denen Funktionen, Daten und Traffic kontrolliert von der bestehenden in die neue Systemlandschaft überführt werden können.
Strangler Pattern & Gateway
Ein vorgeschalteter Gateway- oder Integrationslayer entkoppelt aufrufende Systeme von der bestehenden Plattform. Neue Funktionen können schrittweise hinter derselben Schnittstelle aufgebaut und einzelne Verantwortlichkeiten kontrolliert aus dem Legacy-System herausgelöst werden.
Parallel- und Dual-Run
Bestehende und neue Implementierungen können über einen definierten Zeitraum parallel betrieben werden. Prozesse und Ergebnisse lassen sich vergleichen, bevor die neue Plattform vollständig Verantwortung übernimmt.
Controlled Routing
Nicht jeder Vorgang muss gleichzeitig migriert werden. Über Whitelists, Quoten, Features, Kundengruppen oder fachliche Kriterien kann gezielt entschieden werden, welcher Prozess bereits durch die neue Plattform verarbeitet wird.
Buffering & Entkopplung
Queues, Event-basierte Kommunikation und Buffering entkoppeln Systeme zeitlich und technisch voneinander. Dadurch lassen sich Last, Prozessfortschritt und Fehlerfälle kontrollierter behandeln, während alte und neue Komponenten parallel existieren.
ZIELARCHITEKTUR
Nicht Systeme modernisieren. Fähigkeiten neu ordnen.
Eine zukunftsfähige Architektur beginnt für uns nicht bei der Frage, welches Altsystem ersetzt werden soll. Entscheidend ist, welche Fähigkeiten ein Unternehmen benötigt, welche Domäne dafür verantwortlich ist und über welche Schnittstellen diese Fähigkeiten anderen Systemen zur Verfügung stehen.
Capability-Based Design hilft dabei, fachliche Verantwortlichkeiten von historisch gewachsenen Systemgrenzen zu lösen. So können aus monolithischen Anwendungen schrittweise klar geschnittene Fähigkeiten, Services und APIs entstehen.
Capability-Based Design
Von Anwendungen zu Fähigkeiten
Historisch gewachsene Systeme bündeln häufig viele unterschiedliche Verantwortlichkeiten. Für eine schrittweise Modernisierung betrachten wir deshalb nicht zuerst Anwendungen, sondern die fachlichen Fähigkeiten dahinter.
Welche Capability gehört zu welcher Domäne? Welche Daten werden benötigt? Welche Systeme konsumieren diese Fähigkeit? Und über welche API oder welches Event soll sie künftig bereitgestellt werden?
Klare Verantwortlichkeiten
Fachliche Zuständigkeiten werden unabhängig von bestehenden Systemgrenzen sichtbar
Gezielte Entkopplung
Funktionen können schrittweise aus Legacy-Systemen herausgelöst werden.
Wiederverwendbare Fähigkeiten
Neue Services und APIs können von mehreren Prozessen und Anwendungen genutzt werden.
TM Forum ODA
ODA als
Architekturrahmen
Die Open Digital Architecture des TM Forum bietet einen Rahmen für modulare, interoperable und API-basierte Telekommunikationsarchitekturen. Sie verbindet fachliche Fähigkeiten, klar geschnittene Komponenten und standardisierte Schnittstellen zu einem gemeinsamen Zielbild.
Für uns ist ODA dabei kein Zustand, der in einem einzelnen Projekt eingeführt wird. ODA dient als Orientierung dafür, wie eine gewachsene Systemlandschaft schrittweise in eine modularere und besser integrierbare Architektur überführt werden kann.
Modulare Komponenten
Funktionen werden klar abgegrenzt und unabhängig weiterentwickelbar.
Standardisierte APIs
Systeme kommunizieren über definierte und nachvollziehbare Schnittstellen.
Schrittweise Transition
Bestehende Plattformen können kontrolliert in Richtung eines modulareren Zielbilds weiterentwickelt werden.
Zielarchitektur bedeutet für uns nicht, ein neues Schaubild zu zeichnen. Entscheidend ist, einen realistischen Weg zu schaffen, auf dem die bestehende Landschaft dieses Ziel schrittweise erreichen kann.
AI READY ARCHITECTURE
KI beginnt nicht erst beim Assistenten
Ein KI-Assistent kann nur mit den Fähigkeiten arbeiten, die eine Systemlandschaft strukturiert bereitstellt. Wenn relevante Informationen in proprietären Datenstrukturen verborgen sind, Fachlogik nur innerhalb eines Monolithen existiert oder Prozesse nicht über definierte Schnittstellen steuerbar sind, bleibt auch moderne KI an den Grenzen der bestehenden Architektur hängen.
Deshalb betrachten wir AI Readiness als Teil der Digitalisierung: Systeme müssen ihre Daten, Fähigkeiten und Prozesse so bereitstellen, dass Automatisierung, Assistenzsysteme und perspektivisch autonome Agenten sicher darauf zugreifen können.
DATENBASIS
Datenqualität und Informationsflüsse verstehen
Bevor KI sinnvoll unterstützen kann, muss klar sein, welche Daten vorhanden sind, wo sie entstehen, wie aktuell sie sind und in welchen Systemen sie genutzt werden. Nur auf einer belastbaren Datengrundlage können KI-gestützte Prozesse verlässlich funktionieren.
PROZESSE
Prozesse und Verantwortlichkeiten klar beschreiben
KI entfaltet ihren Nutzen dort, wo Abläufe, Zuständigkeiten und Entscheidungspunkte nachvollziehbar sind. Wer Prozesse sauber strukturiert, schafft die Grundlage dafür, Assistenzfunktionen gezielt und kontrolliert einzusetzen.
SYSTEMLANDSCHAFT
Schnittstellen und Systemzugriffe vorbereiten
KI-Assistenten benötigen Zugang zu relevanten Informationen und Funktionen. Dafür müssen Systeme über saubere Schnittstellen, definierte Berechtigungen und nachvollziehbare Integrationswege miteinander verbunden werden.
ZIELBILD
Architektur schrittweise KI-fähig weiterentwickeln
AI Readiness entsteht nicht durch ein einzelnes Tool, sondern durch eine Architektur, die Daten, Prozesse und Fähigkeiten modular bereitstellt. So können neue KI-Anwendungen kontrolliert eingeführt und bestehende Systeme schrittweise weiterentwickelt werden.
UNSERE LEISTUNGEN
Von der Analyse bis zur laufenden Transition
Wir begleiten Transitionen nicht nur konzeptionell. holos supply verbindet fachliche Analyse, Architekturarbeit und technische Umsetzung – von der Aufnahme der bestehenden Landschaft bis zur kontrollierten Migration und Weiterentwicklung im Betrieb.
Assessment & Capability Mapping
Bestehende Prozesse, Anwendungen, Datenflüsse, Schnittstellen und Abhängigkeiten analysieren und daraus ein gemeinsames fachlich-technisches Bild der Ausgangslage entwickeln.
Target & Transition Architecture
Zielarchitektur, Domänenschnitt, API-Landschaft und technologische Leitplanken definieren – inklusive eines realistischen Pfads vom heutigen Systemzustand zum angestrebten Zielbild.
Legacy Modernization
Funktionen kontrolliert aus monolithischen oder historisch gewachsenen Plattformen herauslösen und schrittweise in klar abgegrenzte Services und Fähigkeiten überführen.
Migration & Coexistence
Parallelbetrieb, Routing, Datenmigration, Feature-Steuerung, Rollback-Strategien und Cutover-Szenarien so gestalten, dass alte und neue Welt während der Transition zuverlässig zusammenarbeiten.
Cloud Native & ODA Enablement
Anwendungen und Fähigkeiten so strukturieren, dass sie modular, API-basiert und in modernen Plattformarchitekturen betrieben und weiterentwickelt werden können.
AI Readiness & Automation
Daten, APIs, Events, Berechtigungen und Governance so vorbereiten, dass Automatisierung, Assistenzsysteme und KI-basierte Anwendungen sinnvoll darauf aufbauen können.
AUS DER PRAXIS
Vom Legacy-OSS zur modularen Plattform im laufenden Betrieb.
In einem gewachsenen OSS-Umfeld bestand die Herausforderung nicht darin, eine neue Plattform auf der grünen Wiese zu entwickeln. Geschäftskritische Bestandsprozesse mussten weiterlaufen, während neue Services schrittweise Verantwortung übernehmen sollten.
Dafür wurde eine Transition geschaffen, bei der bestehende und neue Welt kontrolliert nebeneinander betrieben werden können. Ein zentraler Gateway übernimmt die Auftragsannahme und entscheidet anhand definierter Routing-Strategien, ob ein Vorgang weiterhin durch das Legacy-System oder bereits durch die neue Plattform verarbeitet wird.
Kontrolliertes Routing
Legacy-, New-Platform-, Whitelist- und Quota-Routing ermöglichen, einzelne Vorgänge oder definierte Anteile des Traffics gezielt auf die neue Plattform zu verlagern.
Schrittweise Ablösung
Neue Services übernehmen einzelne Fähigkeiten schrittweise, statt das bestehende OSS zu einem festen Stichtag vollständig abzulösen. So bleibt die Migration kontrollierbar und kann jederzeit überprüft werden.
Technische Modernisierung
Die neue Plattform verbindet moderne Services, Prozessautomatisierung und Cloud-native Betriebsmodelle zu einer Architektur, die unabhängig weiterentwickelt und schrittweise ausgebaut werden kann.
TECHNOLOGIEN IM EINSATZ
Transformation planen
Modernisierung ohne Kontrollverlust
Sie möchten bestehende Plattformen ablösen, neue APIs und Architekturen etablieren oder Ihre Systemlandschaft auf Automatisierung und KI vorbereiten? Gemeinsam entwickeln wir einen Übergang, der Zielbild und laufenden Betrieb gleichermaßen berücksichtigt.